ECCORegisterdaten: Elektive Kolektomie bei Colitis ulcerosa ein Gewinn
Bei Patienten mit fortgeschrittener CU, die nicht ausreichend auf die medikamentöse Therapie ansprechen, kann eine elektive Kolektomie eine Option sein. Laut dänischen Registerdaten ist ein chirurgischer Eingriff bei ausgewählten Patienten sogar mit einer verringerten Mortalität verbunden im Vergleich zu Patienten, die weiterhin ausschließlich medikamentös behandelt wurden.
Verglichen wurden im Zeitraum 1996 bis 2021 die Verläufe von 2.300 Patienten, bei denen eine elektive Kolektomie vorgenommen war, mit denen von 6.900 Patienten mit fortgesetzter medikamentöser Therapie. Die Patientengruppen waren nach Krankheitsaktivität und demographischen Faktoren gematcht. Die Patienten waren im Median 43 Jahre alt, 50% waren Frauen, die Krankheitsdauer betrug im Median 2 Jahre. Die kumulative 10-Jahres-Mortalität betrug in der Gruppe mit elektiver Kolektomie 13% vs. 17% in der Vergleichsgruppe, die 20-Jahres-Mortalität 24% vs. 31% (p<0,001). Bei Patienten mit einer systemischen Kortisiontherapie im zurückliegenden Jahr war die Mortalität nach elektiver Kolektomie um 19% reduziert (adjusted hazard ratio [aHR] 0,81; 95% CI 0,71–0,93), bei solchen mit CU-bedingtem, mind. 7-tägigem Klinikaufenthalt im Jahr zuvor betrug der Mortalitätsvorteil 16% (aHR 0,84; 95% CI 0,73–0,98). Tendenziell profitierten auch Patienten ≥ 60 Jahre von einer elektiven Kolektomie.
- Faye A et al. Elective colectomy vs continuing medical therapy in Ulcerative Colitis: Evidence of a survival benefit from a nationwide study. ECCO 2026, Abstract OP35. doi.org/10.1093/ecco-jcc/jjaf231.035
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